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Qualitätsprozess

Peptidqualität: wie wir Reinheit und Identität prüfen

Zwei Fragen entscheiden über die Verwertbarkeit eines Referenzpeptids: Ist die Substanz rein, und ist sie tatsächlich die deklarierte? Diese Seite beschreibt, mit welchen Verfahren wir beide Fragen je Charge beantworten.

HPLCReinheit je Charge
LC-MSIdentität je Charge
CoAAnalysezertifikat bestätigt die Reinheit
Verfahren 1

HPLC — Reinheitsanalyse

Die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie trennt eine Probe in ihre Bestandteile auf. Jede Komponente durchläuft die Trennsäule unterschiedlich schnell und erscheint im Chromatogramm als eigener Peak. Aus dem Flächenverhältnis der Peaks ergibt sich, welcher Anteil der Probe auf die Zielsubstanz entfällt und wie viel auf Nebenprodukte der Synthese oder Abbauprodukte.

Für die Forschungspraxis ist das entscheidend: Verunreinigungen aus der Peptidsynthese sind strukturell oft eng verwandt mit der Zielsubstanz. Ohne chromatographische Trennung bleiben sie unsichtbar und gehen als Störgröße in jedes Experiment ein.

Verfahren 2

LC-MS — Identitätsprüfung

Die Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie koppelt die Trennung mit einer Massenbestimmung. Gemessen wird das Masse-zu-Ladung-Verhältnis der Moleküle und daraus die Molekülmasse. Stimmt die gemessene Masse mit der aus der Aminosäuresequenz berechneten Masse überein, ist die Identität der Substanz bestätigt.

Eine reine HPLC-Analyse kann diese Frage nicht beantworten: Sie zeigt, dass eine Probe einheitlich ist, aber nicht, welche Substanz vorliegt. Erst beide Verfahren zusammen ergeben ein belastbares Bild.

Dokumentation

Das Analysezertifikat (CoA)

Ein Certificate of Analysis ist kein Marketingdokument, sondern das Protokoll einer durchgeführten Prüfung.

FeldChargennummer
ZweckZuordnung
Warum wichtigStellt die Verbindung zwischen dem Dokument und genau dem Vial her, das im Labor steht. Ohne diese Zuordnung ist ein Zertifikat wertlos.
FeldHPLC-Chromatogramm
ZweckReinheitsnachweis
Warum wichtigDie Kurve selbst ist nachprüfbar — eine bloße Prozentangabe ohne Chromatogramm ist es nicht.
FeldMassenspektrum
ZweckIdentitätsnachweis
Warum wichtigBelegt, dass die gemessene Molekülmasse zur deklarierten Sequenz passt.
FeldMethode & Datum
ZweckNachvollziehbarkeit
Warum wichtigMacht transparent, wie und wann geprüft wurde — relevant für die Dokumentation im eigenen Forschungsprotokoll.
Nach der Lieferung

Stabilität und Lagerung

Peptide werden als lyophilisiertes Pulver geliefert. In dieser Form sind sie deutlich stabiler als in Lösung und beim Versand unempfindlich gegenüber kurzzeitiger Wärme. Für die langfristige Lagerung gilt: kühl, trocken und lichtgeschützt, idealerweise bei -20 °C.

Nach der Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser sinkt die Stabilität deutlich. Die Lösung wird gekühlt bei 2–8 °C gelagert und wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermieden. Die resultierende Konzentration lässt sich mit dem Peptid-Rechner bestimmen.

Häufige Fragen

Fragen zu Analytik und Qualität

Ein Certificate of Analysis dokumentiert die Prüfergebnisse einer konkreten Produktionscharge: Reinheit, Identität, angewandte Methoden und die Chargennummer. Es bezieht sich immer auf genau diese Charge — nicht auf das Produkt allgemein.
Die HPLC trennt die Bestandteile einer Probe auf und zeigt, welcher Anteil auf die Zielsubstanz entfällt — sie beantwortet die Frage nach der Reinheit. Die LC-MS bestimmt zusätzlich die Masse und beantwortet damit die Frage nach der Identität: Ist die Substanz tatsächlich die deklarierte?
Eine Reinheitsangabe ohne Identitätsnachweis sagt nur, dass eine Probe einheitlich ist — nicht, woraus sie besteht. Erst die Kombination aus HPLC und LC-MS ergibt ein belastbares Bild.
Lyophilisierte Peptide werden kühl, trocken und lichtgeschützt gelagert, langfristig bei -20 °C. Nach der Rekonstitution ist die Lösung deutlich weniger stabil und wird gekühlt bei 2–8 °C gelagert.

Geprüfte Referenzpeptide im Sortiment

Jedes Produkt durchläuft den auf dieser Seite beschriebenen Prüfprozess.

BPC-157 · TB-500 · KPV · GHK-Cu · Retatrutide · Mots-C

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